How to wear Mode

How to wear // Schleifen, Bänder und Reifen im Haar

Diverse Stunden meines Daseins hat mich meine alte Serien-Liebe Gossip Girl bis dato gekostet. Schande über mein Haupt, doch offensichtlich reicht es mir auch nach dreimal sechs Staffeln noch nicht und seit einigen Wochen bin ich zum wiederholten Male voll im Fieber, die Upper East Side hat mich wieder. Und somit auch die seit jeher dagewesene Faszination für Blair Waldorf, die wohl adretteste Kratzbürste dieser Erde. Bisweilen furchtbar gemein, intrigant hoch zehn und nur in wenigen Fällen annähernd sympathisch, wickelt mich Queen B dann doch immer wieder um den Finger. Mitnichten – so hoffe ich wenigstens – hat das damit zu tun, dass ich Angst und Schrecken unter 14- bis 16-jährigen Mädchen verbreiten möchte oder mir mit ordentlich Kleingeld und noch mehr Hinterlist all das zu beschaffen, wonach es mir gelüstet. Viel eher ist es wohl Blairs unverwechselbare Garderobe, die mich zum absoluten Fangirl werden lässt. Da vergesse ich glatt, dass ich Cardigans und Etuikleider gestern noch unter der Kategorie „hochgradig spießig“ verbucht habe und verzehre mich still und heimlich nach Schuluniform und Kniestrümpfen.

Was bei Blair Waldorf pure Grazie und grenzenlosen Stil bedeutet, ist für den Rest der Menschheit – abseits von Manhattan und Fernseh-Welt – vermutlich nur bedingt zu kopieren. Zumindest insofern man nicht den dringend Wunsch nach einem Langzeit-Praktikum im Hause Windsor hegt. Ich jedenfalls sehe mich nicht mit Faltenrock und Blazer in der S-Bahn stehen und bei Penny an der Kasse wäre ich in weißer Strumpfhose und Designer-High-Heels wohl ebenfalls reichlich deplatziert. Auch wenn ich im aktuellen Wahn danach dürste, so richtig alltagstauglich ist der Kopf-bis-Fuß-Blair Waldorf-Look wenigstens da, wo ich mich bewege, leider nicht. Eines lehrt uns die Königin der Upper East Side aber auf jeden Fall. Und zwar, dass Haarschmuck in jedweder Erscheinungsform ein völlig unterschätztes Accessoire ist. Ob Haarreif, Schleife oder Bänder, ohne geht bei B so ziemlich gar nichts, das passende Schmuckstück auf dem Denkapparat ist ein Muss. 

Her damit, dachte ich mir also, das will ich auch. Aber wie handhabt man derlei Accessoires, ohne wie das ewige Schulmädchen auszusehen? Kann ja nicht so schwer sein und schon kramte ich in den Untiefen meiner Schränke den ein oder anderen Kopfschmuck aus. Haarreifen, -bänder und -schleifen, die bis dato nahezu unberührt ihr Dasein fristeten.

Bei der anschließenden Bewertung meines Selbstversuches muss ich mir dann aber doch eingestehen, dass mich das Ergebnis nicht so recht überzeugen will. Tatsächlich  Schwierig und nur bedingt möglich, ist mein Fazit. Aber seht selbst.

Arbeit, Uni oder Schule – Business as usual

Nicht aussehen, wie das ewige Schulmädchen? Zumindest in diesem Fall ein Fail vom Feinsten. Ein klassischer Haarreif aus Samt ist wenigstens auf meinem Kopf eindeutig nicht das Gelbe vom Ei, wenn darum geht, nicht hochgradig brav auszusehen. Ob ich so also tatsächlich am Arbeitsplatz auftauchen würde? Wohl eher nicht.

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Sonntage im Bett 

Ebenso praktikabel wie unspektakulär und so gar nicht Blair Waldorf-like. Auch Versuch Nummer zwei bringt mich dem erhofften Ergebnis kein Stück näher, bescherte mir dafür aber einen umso angenehmeren Sonntagvormittag im Bett. Ganz ohne nervige Fussel-Mähne. Ebendiese ist nämlich an faulen Sonntagen, an denen ich nicht einmal versuchen will, eine halbwegs annehmbare Frisur zu erzwingen, eine ganz besonders unangenehme Angelegenheit. 

lookylooslove Haarband 1

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Party, Party

Seit mein Dasein als Studentin tatsächlich der Vergangenheit angehört, sind – das muss ich leider zugeben – auch feucht fröhliche Partynächte in den Discotheken der Republik ein rares Gut geworden. Nur noch selten wird ausgiebig das Tanzbein geschwungen und bis in die Morgenstunden billigster Fusel geschlürft. Eigentlich wohl eine recht gängige Entwicklung, die mich aber dennoch dann und wann ein Tränchen verdrücken lässt. Da muss sich also etwas tun, ich bin höchst motiviert und bereit für mindestens einen Ausflug ins zwielichtige Nachtleben. Wie in alten Zeiten, nur mit weniger Fusel, bitte. Das Outfit zumindest steht, mit Glitzer an den Ohren, am Hals und auf dem Kopf kann die Feierlichkeit begangen werden. Vielleicht mein Favorit in Sachen Haarschmuck.

lookylooslove Haarband Party 2

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All day everyday

In Puncto Alltagstauglichkeit und Praktikabilität bin ich zweifelsohne bei der Schleifen-Haarspange. Dass das silbrige Schleifchen dann doch ein wenig an hüpfende Cheerleaderinnen erinnert, das kann ich ignorieren, denn die Haarspange hält in meinem dünnen Spaghetti-Haar allemal besser, als das Gros handelsüblicher Haargummis. Daumen hoch.

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Gartenparty

Der Sommer ist längst vorbei. Bis ich mit Bommel-Haarreif bei illustren Gartenfesten antanze, wird es also wohl noch eine ganze Weile dauern. Zumindest meine männliche Begleitung wird das freuen, der Liebste ist nämlich gar nicht so sehr angetan von rosafarbenen Pom-Poms auf meinem Kopf. Und auch ich bin – zugegebenermaßen – nicht ganz sicher, ob ich in diesem Aufzug tatsächlich unter Leute gehen wollen würde. Die Grenze zwischen spaßig und albern ist in diesem Fall wohl fließend und mit dem Pom-Pom-Kopfschmuck bewege ich mich eindeutig nicht in meiner Komfortzone. 
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