Leben

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lookyloostalk // Große Freiheit vs. Zukunftsangst

Freudentaumel, diverse Feuerwerkskörper und mindestens zwei kurze Episoden, während derer ich im Club die Klamotten von mir werfe, um dem maximalen Freiheitsgefühl die Krone aufzusetzen. Kurzum: Ekstase am Rande der völligen Besinnungslosigkeit. So in etwa malte ich mir seit nunmehr einem Jahr – ja, tatsächlich hat es so lange gedauert, bis das unselige Kapitel Masterarbeit ein Ende fand – den Tag aus, an dem ich selbiges Schriftstück endlich endlich aus meinem Leben verbannen würde. Fortan würde mein Dasein vor Freiheit, Glück und Lebensfreude nur so triefen. Das „echte“ Leben, eines fernab von der bisweilen ganz schön drögen Uni-Blase, meterhohen Bücherstapeln und Word-Formatierungs-Struggle, würde endlich beginnen. Und ganz egal, was es für mich bereit halten würde, ich wäre bereit, die Zukunft mit offenen Armen und Handkuss zu empfangen. Aber sowas von. Die geilste Zeit ever würde das werden, ohne Zweifel, da war ich mir ganz sicher. Weiterlesen

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lookyloostalk // Ferien im Nimmerland. Über die Sache mit dem Erwachsenwerden

Schon immer fand ich den Lebensentwurf von Peter Pan, dem Jungen, der nie erwachsen werden wollte, ansprechend. Mit dem Erwachsenwerden konnte ich mich nämlich auch noch nie so richtig anfreunden. Vor zehn Jahren, als die Sache offenbar kurz bevor stand, wollte ich mir auf keinen Fall vorstellen, dass das Leben irgendwann noch mit etwas anderem aufwarten könnte als mit Spaß und Albernheiten en masse und dass mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Zeit kommen würde, in der hoffnungslose Schwärmereien und ein überstrapaziertes Fehlstunden-Konto in der Schule nicht die größten Sorgen sein werden. Weiterlesen

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lookyloostalk // Idylle und Idiotie

Hin und wieder, vielleicht sogar ein bisschen öfter, vermisse ich meine alte Heimat ganz schön schmerzlich. Nach monatelangem Alltag in anonymen Städten, wo niemand weiß, wie der eigene Nachbar heißt, wo man tagelang überleben kann, ohne ein bekanntes Gesicht zu treffen, weiß man das Leben im Heimatdorf dann doch wieder zu schätzen. Jeder kennt jeden, zumindest über 15 Ecken. Das ist schön, gleichzeitig aber auch genau das, was die vermeintliche Dorf-Idylle ganz still und heimlich und erschreckend häufig in den Vorort der Hölle zu verwandeln scheint. Weiterlesen